Kurzgeschichten

Träumer

Ich wache auf. Warum? Das weis ich nicht mehr. Ich glaube es war ein Schuss...uff...wahrscheinlich wieder so ein armes Schwein, das versucht hat ne´ Bank auszunehmen. ...Sirenen!... Ich hatte also recht. Ihr wollt wissen wer ich bin? Ich bin einer von einer Milliarden. Ich bin eine gebrochene Seele in einer Welt, die ich mir nicht aussuchen konnte, in einer Stadt in die ich niemals gehen sollte und in einem Leben, das ich nie leben wollte... Mein Name?... Namen bedeuten hier rein gar nichts. Ein Leben ist hier nicht mehr wert als ein Schachtel Zigaretten oder ein kleines Stück Metall in der Hosentasche. Es war bereit die fünfte Nacht in der ich nicht mehr richtig ausgeschlafen hatte. In meinen Träumen verfolgt mich der Gedanke an eine Frau, die ich seit Jahren zu vergessen versuche. Die eine Frau der ich mein ganzes Vertrauen schenkte. Der Frau, der  ich mein Herz schenkte. Der Frau die mich einfach so verraten und verkauft hatte. Und das alles wegen ihrer kranken Mutter, dieser billigen Schlampe... ....sie hätte doch zu mir kommen können... ...ich hätte sie beschützen können... Nun es ist, wie es ist. Und auch ich kann die Zeit nicht mehr rückgängig machen und all diese Dinge ungeschehen. Ich muss lernen damit zu leben, auch wenn es bedeutet das ich wohl niemals wieder ruhig schlafen werde.
Der Gedanke an diese Frau hält mich noch einige Stunden wach. Die Uhr an meinem Kopfkissen zeigt bereits kurz vor sieben an. Ich lege mich wieder hin und schließe meine Augen. Die Sirenen werden leiser. Vorbeifahrende Autos scheinen ab und zu ins Zimmer. Noch in Gedanken schlafe ich langsam ein. Es ist ein äußerst unruhiger Schlaf und schon bald beginne ich wieder zu träumen...

9.7.07 22:45, kommentieren

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Es ist das Ende eines schönen und heißen Sommertages. Die letzten wärmenden Sonnenstrahlen verschwinden und der zarte Schimmer, der sich im laufe dieses Tages über die endlosen Wälder gelegt hatte und dem Wald einen mystische und zugleich melancholischen Hauch verlieh, zog sich über die höchsten Baumwipfel und reinsten Gewässer in die Berge zurück. Ich spürte wie sich die Kälte einer erbarmungslosen Nacht und die Dunkelheit der tiefsten Finsternis langsam über das Land hinwegzog und Besitz von allem ergriff mit dem es in Kontakt kam. Jegliches Getier geriet in ihren Bann. Weder Baum noch Gestein konnte sich entziehen. Und es hatte fasst den Anschein, als ob diese Finsternis geduldig den Tag abwartend, sich selbst vor Hunger verzehrend in irgend einer Spalte der Hölle darauf gewartet hätte um genügend Kräfte zusammeln um alles Licht zu verschlingen, auf seinem Weg in Richtung Paradies. Ich spüre wie sich die Kälte in meinem Herzen niederschlägt und sich die Finsternis mit ihren reißenden Zähnen in mein blutendes Herz bohrt. Plötzlich und völlig ohne Kontrolle beginne ich mich zu bewegen. Ich weiß nicht wohin mich meine Beine tragen wollen und ich weiß nicht wie es möglich sein kann, das ich immer noch am leben bin, obwohl mein Herz bereits zu schlagen aufgehört hat... vor Kälte...und Schmerzen...    Ich weiß jetzt in etwa was es bedeutet - zu sterben. Mein Weg führt mich in Richtung der Berge, der Ort an dem der Tag zu späterer Stund zu verweilen gedenkt. Die Kälte in mir hat bereits mein gesamtes Herz zu einem großen Eisblock werden lassen. Jegliches Gefühl der Freude und des Glücks, die meinem Herzen inne wohnten sind, entwichen, aus einem ehemaligem Paradies der Gefühle. Ich spüre wie die Finsternis mein totes Herz aus ihren Klauen befreit und sich allmählich durch meine Eingeweide bohrt, wie die erste große Liebe einst mein Herz. Mit genau so viel Leidenschaft und dem selben Gefühl der Angst hinterlassend gräbt sie sich weiter durch meinen Körper. Der Schmerz in meiner Brust ist nun auf dem Höhepunkt seiner Ekstase. Ich merke wie meine Glieder durch den Schmerz gelähmt werden. Jeder Schritt wird zur Qual. Jeder Atemzug, den ich mache lässt mich glauben es würde mir jeden Moment den Brustkorb zersprengen. Jede Faser meines Körpers fühlt sich an, als ob ich die lasst von tausend gebrochenen Herzen hinter mir her ziehen würde. Doch ich weiß, dass es nur ein Herz ist, welches mir in die Waagschale gelegt wurde. Ich nähere mich dem Gipfel. Und plötzlich verspüre ich etwas in mir... etwas, das selbst der härteste Winter nicht zu erfrieren in der Lage gewesen wäre. Es war ein letzter Funken in der tiefsten Schlucht meines Herzens. Der letzte Funken einer vergebenen Liebe, einer Liebe die vergleichbar mit einer Lotus-Blume gewesen wäre: nur einmal im Jahr blühend, für nur einen Tag, dabei aber einen so betörenden Duft verströmend, dass selbst der tiefsitzenste Schmerz und der größte Hass in diesem Augenblick der glücksseligsten Vollkommenheit verflogen wäre. Das Chaos in meiner Seele und das Eis auf meinem Herzen errichteten nun eine Wand aus Trauer und Verzweiflung, welche die Stimmen aus meinem Kopf aufzuhalten sie gedenkten, die mit aller Macht versuchten diesen Funken zu entzünden und eine nicht aufzuhaltende Feuerwand entstehen zu lassen. Ich war nur noch wenige Schritte vom Gipfel entfernt. Schritte der Qualen und der Angst. Angst davor, was auf der anderen Seite des Berges sich mir zu zeigen meinem Auge ergab. Angst davor; wieder am Anfang zu stehen. Viel mehr war es jedoch die Ungewissheit, die mir Angst bereitete. Die Stimmen in meinem Kopf wurden lauter, je näher ich dem Gipfel kam. Und die einst stabile Mauer aus Eis und Chaos um mein Herz begann zu bröckeln, trotzdem blieb sie standhaft und unbeirrt in ihrer Realität, die sie durch meine Gedanken und Gefühle erhielt. Doch ich spürte wie sich der Funken zu regen begann. Wie er es satt hatte eingesperrt in einem Gefängnis zu sein, das er selbst gebaut hatte. Die Finsternis versuchte nun sich meines Geistes zu bemächtigen, mich zur Aufgabe zu zwingen. Sie legte mir Ketten an Arme und Beine. Wie tonnenschwere Gewichte versuchten sie mich an Ort und Stelle zu halten. Doch der einst kleine Funken in seinem Gefängnis aus Eis und Hass war inzwischen zu einem Feuer geworden, das bereit war sich zu befreien und die Mauer, die es gefangen gehalten hatte, niederzureißen. Es war eben dieser Funken der auf ewig verschlossen bleiben sollte, welcher nun die Ketten der Finsternis zerbersten ließ und es mir ermöglichte meine Jagd nach Frieden fortzusetzen. Und als ich schließlich am Gipfel des Berges angelangte, durchströmte mich zugleich ein Gefühl wie ich es schon lange nicht mehr gefühlt hatte und von dem ich dachte das es niemals wieder in mein Herz vordringen würde. Die warmen Sonnenstrahlen der Abendsonne legten sich auf mein Gesicht und mischten dem blassen, kalten Zügen meines Antlitzes ein sanftes Rot bei und verliehen ihm das Aussehen eines Menschen. Das Gefühl von dem ich spreche und welches durch meinen Körper schoss und schließlich die Mauer meines Herzens zum Einsturz brachte war das Gefühl, welches sich zum Schluss mit der Flamme der Liebe vereinigte und selbst die entlegensten Winkel meines Körpers vom ewigen Eis befreite. Das Gefühl welches ich verloren und das nun wieder zu mir gefunden hatte, war das Gefühl am Leben zu sein. Ja, ich spürte seit langer, langer Zeit wieder das Leben in mir. ICH LEBE!!!.... ICH LEBE!!!       

6.2.07 00:40, kommentieren

... Ich wache auf und es ist still. Das Zimmer ist vollkommen dunkel. Nur ein schwacher Lichterglanz des Vollmondes, welcher direkt vor dem kleinen Fenster über mir steht, wirft noch etwas Licht in die ansonst sehr trostlosen Gefilde meines Schlafgemachs. Neben mir in meinem Schwarzen Himmelbett regt sich eine Gestallt. Sie ist es! Das wunderbarste was mir je passiert ist. Ihr Körper gleicht dem eins Engels... einer Göttin. Da liegt sie und schläft. Ich fange an sie zu berühren, denn ich kann nicht glauben das sie wahr ist. Ganz sanft lege ich meine Hände auf ihren Körper, als könnte ihre zarte Gestallt unter meinen Fingern entzweibrechen oder ihre makellose Haut Schäden unter dem Druck meiner Hände erleiden. Ich beginne ihren Körper mit Küssen zu überhäufen. Ich beginne bei ihren Zehen und bewege mich ihre glatten und endlos langen Beine entlang. Ich küsse ihren flachen Bach, ihren Bauchnabel. Ich nähere mich ihren makellosen Brüsten, die sich bei jedem Atemzug leicht heben und wider senken. Ich verweile bei ihren Brüsten. Ich lege meinen Kopf auf ihre linke Brust und kann ihr Herz schlagen hören. Ein reines Herz wie man es zu diesen Tagen der Korupption und der Angst nur noch selten findet. Ihr Herz stimmt eine Melodie an, welche ein Gefühle in mir weckt von dem ich dachte ich hätte es bereit vor langer Zeit verloren. Eine Melodie welche sich in seinem Klang mir ihrer Schönheit messen könnte und eben diese mit unbeschreiblichen Worten auf ein neues untermalt. Eine Melodie um die sie selbst ein Beethoven oder ein Mozart beneidet hätte. Meine Küsse setzten sich nun zum Halts fort. Ich kann ihr warmes Blut in ihren Adern fließen spüren und auf ein neues durchströmt mich dieses Gefühl, doch dieses mal nahm es an Intensität zu und es schien sich zu steigern von Sekunde zu Sekunde, die ich mit dieser Schönheit an meiner Seite verbringen durfte. Ich nahm meine Hände, welche sich schlaff und träge anfühlten und begann ihr Gesicht zu streicheln. Meine Hände flogen über ihre Stirn und ihre zarten, leicht rötlichen Wangen. Sie versuchte etwas zu sagen, doch ich legte meinen Zeigefinger auf ihre Lippen. Und sie schien mich zu verstehen. Worte waren jetzt fehl am Platz und würden diesen letzten Moment des Glücks und der Stille nur zerstören. Ich strich mit meinem Finger über ihre Lippen. Es waren nicht die Lippen eines Models, für die man sie halten könnte, denn sie waren nicht sonderlich aufgebläht oder übertrieben rot gefärbt, wie man es heutzutage sehr häufig vorfindet, sondern sie waren schmal, aber kräftig. Sie waren weißlich und doch so voller Ausstrahlung. Meine Küsse näherten sich ihrem Mund und als sich unsere Lippen berührten, da war es, als wurde mich dieses Gefühl, welche sich nun bis ins unendliche gesteigert hatte, in die Luft heben und in tausend stücke zerreißen, wenn ich es nicht endlich raus lassen würde. Doch just in diesem Moment begann mich ein alles verzerender Schmerz in meinen Armen zu verschlingen und mich all meiner Sinne zu berauben und ich sank bewusstlos auf meiner Angebeteten nieder. ...Ich höre eine Sirene. Sie ist noch etwas entfernt, kommt aber schnell näher. Ich öffne meine Augen. Ich liege in der Badewanne. Das Wasser ist blutrot. Ich spüre einen stechenden Schmerz in meinen Handgelenken. Immer mehr Blut strömt aus meinen klaffenden Wunden. Ich schaue mich um und Blicke in die Gesichter von fremden Menschen ...Wo ist meine Göttin?... Ich beginne zu begreifen... Ohne Sie will ich nicht sein. Ich schließe meine Augen... die Stimmen um mich herum werden leiser und unklarer... meine Geliebte ich komme... ...ICH LIEBE DICH...  

22.1.07 02:13, kommentieren

Der Weg des Lebens

Wenn du den Weg des Lebens gehst, dann gehe in mit bedacht und werfe auch ab und zu einen Blick nach hinten. Denn in der Vergangenheit findet man häufiger den Schlüssel für verschlossene Türen, die noch vor einem liegen, als man vielleicht glaubt. Gehe auf deinem Weg zum Ziel nicht immer den Weg den andere für dich schon häufig vorgetrammpelt haben. Gehe Abseit des Weges und ergründe neue Pfade, die dich bestimmt nicht immer an das von dir gewünschte Ziel bringen und dich abtragen zu neuen, dir unmöglich erscheinenden Orten und Wünschen. Auf diesem Weg ans Ziel werden dir schöne Dinge wiederfahren, aber auch Dinge die dich zum weinen bringen, die dich wütent machen und dich vielleicht an diesem Weg zweifeln lassen. An den schönen Dingen halte dich fest, verweile eine Zeit mit ihnen, lerne sie kennen und eventuell auch lieben, und sie werden dir Licht spennden, auch wenn alle anderen Lichter erloschen sind. Diese Dinge werden dich auch im tosenden Sturm über Wasser halten und dir stehts ein Fallschirm sein im Sturz aus der Dunkelheit deines Herzens. Vor der Dunkelheit fürchte dich nicht. Versuche nicht ihr zu entkommen oder gar dich vor ihr zu verstecken. Wo Licht ist, da ist auch Dunkelheit. Sie sind wie zwei Seiten einer Medallie. Versuche zwischen ihnen zu unterscheiden, denn oft besitzen sie die selben Gesichter. Lasse deinen Weg nicht in der Dunkelheit versinken, sondern lasse ihn immer im Lichte deiner Freude hell erstrahlen, auf das du dich nicht verläufst und dein Gewissen dir stehts ein Wegweiser sein möge auf dem Weg den nur du dir erwählt hast. Und bedenke: wenn du vor einer verschlossenen Tür ohne Schlüssels stehts, dann habe den Mut ein paar Schritte zurück zu gehen und ihn zu suchen. Doch gehe nicht zu weit, denn du wirst merken das der Weg zurück leichter sein wird, als der Weg nach vorn. Denn der Weg ans Ziel ist wie eine Wanderung auf einen Berg. Den Berg wieder hinunter laufen machen viele, denn dies ist der einfachste aller Wege. Doch ihn eisern bis auf die Spitze zu erklimmen, das schaffen die wenigsten und dies ist eine Tugend fürs ganze Leben zuvor.

Auch ICH stehe fasst auf der Spitzte eines Berges und vor mir eine Tür. Der Schlüssel für diese Tür bin ICH selbst, jedoch bin ICH unfähig ihn zu gebrauchen. Zu viel Angst in den Knochen.... Angst davor waas sich hinter dieser Tür verbirgt und zu viel Angst vor dem was hinter mir liegt. Einen anderen Weg gibt es nicht. Zurück kann ich nich gehen, denn den Weg den ich erwählte war eine Brücke zwischen Wahnsinn und Vernunft, die ich eigenhändig eingeschlagen habe.....  Und so stehe ICH nun vor einer verschlossenen Tür an der kein Weg vorbeiführt und versinke in einem Meer aus Tränen die ICH vergossen habe..........

Euer ANGEL-OF-DESTRUCTION 

    

29.12.06 01:31, kommentieren