Träumer

Ich wache auf. Warum? Das weis ich nicht mehr. Ich glaube es war ein Schuss...uff...wahrscheinlich wieder so ein armes Schwein, das versucht hat ne´ Bank auszunehmen. ...Sirenen!... Ich hatte also recht. Ihr wollt wissen wer ich bin? Ich bin einer von einer Milliarden. Ich bin eine gebrochene Seele in einer Welt, die ich mir nicht aussuchen konnte, in einer Stadt in die ich niemals gehen sollte und in einem Leben, das ich nie leben wollte... Mein Name?... Namen bedeuten hier rein gar nichts. Ein Leben ist hier nicht mehr wert als ein Schachtel Zigaretten oder ein kleines Stück Metall in der Hosentasche. Es war bereit die fünfte Nacht in der ich nicht mehr richtig ausgeschlafen hatte. In meinen Träumen verfolgt mich der Gedanke an eine Frau, die ich seit Jahren zu vergessen versuche. Die eine Frau der ich mein ganzes Vertrauen schenkte. Der Frau, der  ich mein Herz schenkte. Der Frau die mich einfach so verraten und verkauft hatte. Und das alles wegen ihrer kranken Mutter, dieser billigen Schlampe... ....sie hätte doch zu mir kommen können... ...ich hätte sie beschützen können... Nun es ist, wie es ist. Und auch ich kann die Zeit nicht mehr rückgängig machen und all diese Dinge ungeschehen. Ich muss lernen damit zu leben, auch wenn es bedeutet das ich wohl niemals wieder ruhig schlafen werde.
Der Gedanke an diese Frau hält mich noch einige Stunden wach. Die Uhr an meinem Kopfkissen zeigt bereits kurz vor sieben an. Ich lege mich wieder hin und schließe meine Augen. Die Sirenen werden leiser. Vorbeifahrende Autos scheinen ab und zu ins Zimmer. Noch in Gedanken schlafe ich langsam ein. Es ist ein äußerst unruhiger Schlaf und schon bald beginne ich wieder zu träumen...

9.7.07 22:45

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